Wir kamen per Direktflug von Mailand und schlugen bereits in den frühen Morgenstunden in Bangkok auf. Die hohe Temperatur und die extreme Luftfeuchtigkeit machte uns anfangs ziemlich zu schaffen. Dazu kam, dass wir vom kalten Europa kommend, einfach unpassend gekleidet waren. Erfahre hier, was wir bei unserem Kurzaufenthalt in Bangkok zu sehen bekamen.

Vom Flughafen (Suvarnabhumi Airport – BKK) ging es mit dem Airport Rail Link (für 45 Baht etwa 1,40€) in ca. 45 Minuten hinein in das weitläufige Stadtgebiet. Von der Metrostation sollten es laut Google Maps etwa 30 Gehminuten bis zur Unterkunft sein. Auf dem Weg zum Hostel befanden sich passenderweise die ersten Sehenswürdigkeiten. Obwohl wir unseren Rucksack dabei hatten, beschlossen wir diesen gleich schon mal einen Besuch abzustatten.

Bereits auf dem Weg zur ersten Sehenswürdigkeit fiel uns der stark ausgeprägte Königskult auf. In jeder Straße, jedem Laden, ja wirklich jedem Winkel ragte irgendwo, meist gut sichtbar, ein Porträt des Königs hervor.

Die Aussicht vom Golden Mount

Als erstes kamen wir am Golden Mount (Tempel des Goldenen Berges) oder auch Wat Saket genannt, vorbei. Das ist einer der ältesten und sehr gut erhaltenen buddhistischen Tempel der Stadt.

Wusstest du eigentlich, dass Bangkok mit 167 Zeichen den offiziell längsten Städtenamen hat, den es auf der Welt gibt? Der offizielle und voll ausgeschriebene Name in Thai besteht nämlich aus unglaublichen 21(!) Wörtern.

Krung Thep Maha Nakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Yutthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udom Ratchaniwet Maha Sathan Amon Phiman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit

Endlich am Hostel angekommen, hieß es schnell raus aus den Jeans und rein in die kurzen Hosen. Endlich – was für eine Wohltat!

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Das beste Pad Thai der Stadt

Mit frischer Energie und nun den angenehmen Wind an den Beinen spürend, gingen wir zunächst ein traditionelles Pad Thai speisen. Den Tipp für den Laden hat uns ein in Thailand lebender Freund gegeben. Er hatte nicht zu viel versprochen, hier gibt es tatsächlich das beste Pad Thai (Adresse: 1 Ram Buttri – Bangkok). Die Frische der Zutaten konnte man herausschmecken und das Aroma war einmalig.

Plötzlich sprach uns von der Seite jemand auf Deutsch an: „Seid ihr aus Südtirol oder seid ihr Schweizer?“. Diese Frage bekommen wir tatsächlich des Öfteren zu hören, wobei wir finden, dass sich unser Dialekt stark vom Schweizerdeutsch unterscheidet. Immerhin hatte Luisa, wie die junge Alleinreisende aus Augsburg hieß, gleich schon den richtigen Riecher. Prompt luden wir sie zu uns an den Tisch ein. Wir verstanden uns auf Anhieb und führten so, ein tolles Gespräch. Ein, zwei Chang-Bier später beschlossen wir noch weiterzuziehen. Eigentlich stand da noch die Besichtigung des Königspalastes auf unserem Plan.

Massage, Massage, Massage

Mit dem Tuk Tuk ging es in die Khaosan Raod. In dieser Straße, in welcher so gut wie jeder Tourist früher oder später vorbeikommt, befinden sich zahllose Hostels und sei es Untertags als auch am Abend ist hier immer richtig was los. Auch gibt es hier unzählige – wirklich unzählige Massagesalons. Die Frauen stehen meist vor der Tür des Lokals und warten auf Touristen, welche sich durchkneten lassen möchten. Immer wieder hört man das langgezogene „Massaaaage“ mit welchem sie Kunden in ihre Massageläden ziehen möchten. Nach der gefühlt einhundertsten Aufforderung, ließen auch wir uns überreden. Es ging zur wohltuenden Thaimassage.

Die ausgebildeten Damen verstehen wirklich was von ihrem Handwerk. Die Behandlungen sind für unsere Verhältnisse unglaublich günstig (ca. 12€). Oft sind hier blinde Masseurinnen beschäftigt, denen man noch mehr Sensibilität nachsagt.

Unsere Pläne fürs Sightseeing-Programm am Nachmittag wurden nun endgültig ad acta gelegt. Weiter ging es nun direkt zur Fischmassage – hierbei handelt es sich um ein Wasserbecken, indem hunderte kleine Fischchen einem die toten Hautschuppen vom Fuß „essen“. Dies kitzelt ziemlich und es fällt einen schwer die Füße im Becken zu halten. Auf unsere Bitte hin, lief eine Angestellte los und besorgte uns ein kühles Blondes.

Nachtleben in Bangkok: Hier steppt der Bär

Nun war es eh schon Abend und wir zogen zu dritt von Bar zu Bar. Die Stimmung im Ausgehviertel entlang der Khaosan Road ist wirklich toll. Die meist originell dekorierten Kneipen sind voller junger Backpacker aus aller Herren Länder. Man trifft sich, man sieht sich, man versteht sich eben in Bangkok.

Nach unserer ausgiebeigen Kneipentour brachten wir unsere neue Bekanntschaft zu ihrem Hostel und auch für uns ging es – zwar etwas später als geplant, wieder in unsere Unterkunft. Nach 40 Stunden ohne Schlaf konnten wir endlich die Augen schließen und uns ein wenig erholen.

Weiter geht’s nach Phuket

Nun, sehr viele Sehenswürdigkeiten haben wir bei unserem Kurzaufenthalt in Bangkok zwar nicht zu Gesicht bekommen, doch es war ein, nicht nur bedingt durch die Massageeinheiten, entspanntes Ankommen. Unsere Weltreise ging nun weiter, nächster Stopp war der Badeort Phuket im Süden Thailands.

Geschrieben von

Konstantin ist 29 Jahre alt und bereiste mehr als 50 Länder. Seit 2013 arbeitet er im Tourismusbereich als Geschäftsführer seiner eigenen Firma.

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